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Autobus Wien => Allgemeines => Thema gestartet von: Elin Lohner am 26. März 2026, 15:02:53

Titel: [PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Elin Lohner am 26. März 2026, 15:02:53
Die stark erhöhten Spritpreise machen auch den Wiener Linien zu schaffen.

Zitat400 Diesel-Busse
Sprit-Schock trifft auch Öffis – Diesel bei 2,20 Euro
Nicht nur im Individualverkehr schlagen die Spritpreise auf den Magen. Auch die Wiener Linien müssen jetzt tiefer in die Tasche greifen.

Die Spritpreise erreichen neue Höhen – Diesel kostet mittlerweile rund 2,20 Euro pro Liter. Betroffen sind längst nicht mehr nur Autofahrer und Pendler. Auch der öffentliche Verkehr gerät zunehmend unter Druck.

Vor allem dort, wo schwere Fahrzeuge im Einsatz sind, schlagen die steigenden Treibstoffkosten voll durch – also auch bei Busflotten. Die Wiener Linien spüren die Entwicklung ebenfalls.

400 Diesel-Busse im Einsatz
Zwar gilt Wien als Vorreiter bei der Dekarbonisierung: Rund 80 Prozent der Fahrgäste sind bereits emissionsfrei unterwegs – dank U-Bahn und Straßenbahn. Seit 2024 setzen die Wiener Linien zudem verstärkt auf Elektrobusse. Bereits 12 Buslinien wurden auf E-Antrieb umgestellt, eine weitere soll in Kürze folgen.

Trotzdem sind aktuell noch knapp 400 Dieselbusse im Einsatz – und genau diese treiben die Kosten jetzt nach oben. Wie stark sich die Diesel-Teuerung tatsächlich auswirkt, lässt sich derzeit bisher nicht genau beziffern.

Werden Tickets teurer?
"Heute" wollte von den Wiener Linien wissen: Werden bald alle Fahrgäste aufgrund der Spritpreis-Teuerung für Tickets tiefer in die Tasche greifen? "Eine tarifliche Anpassung steht derzeit nicht zur Diskussion", heißt es aus der Pressestelle der Wiener Linien. Für Öffi-Fahrer ändert sich derzeit also nichts.
Quelle (https://www.heute.at/s/sprit-schock-trifft-auch-oeffis-diesel-bei-220-euro-120174628)
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: bus am 26. März 2026, 19:15:04
Wir werden ja sehen, wann der erste Billigbieter in Konkurs geht.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Harry am 28. März 2026, 11:16:29
Hat man nicht hier langfristige Lieferverträge die man nicht einfach so erhöhen kann?
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: 97A am 28. März 2026, 11:44:11
Große Betriebe mit eigener Tankstelle ja, kleine Betriebe eher nein.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: NL 8687 am 28. März 2026, 23:58:34
Zitat von: Harry am 28. März 2026, 11:16:29Hat man nicht hier langfristige Lieferverträge die man nicht einfach so erhöhen kann?

Die Busse von Gschwindl, Blaguss und der WLB in West Wien tanken nach Betriebsschluss immer an den öffentlichen Tankstellen entlang der Hadikgasse. Somit sind die Kleinbetriebe stark von den hohen Preisen betroffen.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: bus am 29. März 2026, 09:17:35
Die tanken mit Routex, aber hier ist auch die Frage nach der Preisbindung.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Harry am 30. März 2026, 09:42:39
Zitat von: NL 8687 am 28. März 2026, 23:58:34
Zitat von: Harry am 28. März 2026, 11:16:29Hat man nicht hier langfristige Lieferverträge die man nicht einfach so erhöhen kann?

Die Busse von Gschwindl, Blaguss und der WLB in West Wien tanken nach Betriebsschluss immer an den öffentlichen Tankstellen entlang der Hadikgasse. Somit sind die Kleinbetriebe stark von den hohen Preisen betroffen.
Die Busse der WLB/V könnten auch in Simmering tanken, aber dazu ist der Weg meist zu weit, ob sich, dies dann auszahlt, naja
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: bus am 30. März 2026, 12:35:04
In Deutschland warnt man schon vor Ausfällen im Busverkehr, weil viele kleinere Betriebe sich den Diesel bald nicht mehr leisten können.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Elin Lohner am 30. März 2026, 12:46:23
Ich habe nochmal nachgesehen, welche Busbetriebe hier in Wien eine hauseigene Tankstelle haben und welche nicht:


*) Betriebt, zur Zeit, keine städtische Buslinie in Wien.

Die einzigen, in Wien, aktiven Betriebe, wo ich keine hauseigene Tankstellen hier in Wien gefunden habe, sind folgende:

*) Diese besitzen zwar in der 7. Haidequerstraße eine hauseigene Tankstelle, allerdings sind dort nur Kleinbusse und keine Linienomnibusse stationiert, zudem wäre mir keine Tankstelle beim Abstellstatz Purkytgasse/Sobotagasse aufgefallen.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Harry am 30. März 2026, 18:48:58
Postbus tankt schon lange nicht mehr in hütteldorf, dort ist keine Tankstelle mehr und ja in Simmering sind nur KB´s der WLV stationiert nur könnte Busse ruhig dort hin fahren
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Alex am 31. März 2026, 01:05:42
Wobei auch anderswo getankt wird.

Ich hab letztes Jahr einmal einen Blaguss-Citaro aus der Tankstelle Ecke Wagramer Straße/Sebaldgasse hinausfahren gesehen, der dort anscheinend tanken war.
Nachdem der Bus in die Sebaldgasse hinausfahren wollte und auch noch ein Auto direkt neben der Ausfahrt geparkt hat, musste der Bus dabei über die Wiese fahren.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: coolharry am 08. April 2026, 07:32:44
Zitat von: bus am 29. März 2026, 09:17:35Die tanken mit Routex, aber hier ist auch die Frage nach der Preisbindung.

Das sind maximal ein paar Cent unter dem was alle anderen Zahlen.

Und ob die Betriebe jetzt eine Hauseigene Tankstelle haben, ist auch nur für die ersten paar Tage erleichternd. Um diese wieder aufzufüllen, brauchens erst wieder die OMV und die verkauft zum Marktpreis. Langfristige Lieferverträge mit günstigen Konditionen existieren bei der OMV nicht mehr. Das ist so ähnlich wie bei Krediten mit den Zinsen wo bei Krediten ja mit dem Euribor + fixer Aufschlag gerechnet wird. Basispreis + fixer Aufschlag gilt auch beim Diesel. Und der Basispreis ist an den Ölpreis (inkl. allem was die OMV meint hineinrechnen zu müssen) gekoppelt. Obs noch irgendwelche Steuervergünstigungen gibt, weiß ich allerdings nicht. Wobei das auch wurscht ist, ob der Bus nun bei einer eigenen Tankstelle oder einer öffentlichen Tankstelle tankt. Die Steuer holt sich der Unternehmer dann sowieso erst im nachhinein zurück. Bzw. kann sich auf Basis der vergangenen Jahre gleich was einbehalten.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: bus am 08. April 2026, 13:02:58
Oberger setzt auf E-Mobilität (https://www.noen.at/wr-neustadt/noen-reportage-mit-sonne-aus-der-schlatten-busunternehmen-setzt-auf-elektromobilitaet-517115821)

Bis auf die Prestige-Linie des Landes NÖ (ehem. Schweinbarther Kreuz) durch Postbus, wohl der Einzige im Überlandverkehr im VOR.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Harry am 08. April 2026, 13:07:18
Zitat von: bus am 08. April 2026, 13:02:58Oberger setzt auf E-Mobilität (https://www.noen.at/wr-neustadt/noen-reportage-mit-sonne-aus-der-schlatten-busunternehmen-setzt-auf-elektromobilitaet-517115821)

Bis auf die Prestige-Linie des Landes NÖ (ehem. Schweinbarther Kreuz) durch Postbus, wohl der Einzige im Überlandverkehr im VOR.
Zum Unterschied Oberger hat es freiwillig getan; Postbus weil er müssen hat.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Hochflurdoppeldecker am 04. Mai 2026, 16:47:52
Zitat von: Elin Lohner am 26. März 2026, 15:02:53Zwar gilt Wien als Vorreiter bei der Dekarbonisierung: Rund 80 Prozent der Fahrgäste sind bereits emissionsfrei unterwegs – dank U-Bahn und Straßenbahn.
::)  Großteils Leistungen aus weit rückliegenden Jahrzehnten .

Zitat von: Elin Lohner am 26. März 2026, 15:02:53Trotzdem sind aktuell noch knapp 400 Dieselbusse im Einsatz – und genau diese treiben die Kosten jetzt nach oben.
Dann hätte man eben nicht auf Biegen und Brechen die Umstellung auf E-Busse so lange hinausgezögert . Andere Städte und Überlandbusse sind längst weiter .

Zitat von: bus am 26. März 2026, 19:15:04Wir werden ja sehen, wann der erste Billigbieter in Konkurs geht.
Darauf wartest du in dem Forum aber mittlerweile seit vielen Jahren , nur weil es das in Deutschland gab .  ;)
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: 264 am 05. Mai 2026, 20:13:17
Sind die WL-eCitaros eigentlich 100%-ige Elektrobusse oder sind sie mit der optionalen Dieselheizung ausgestattet?
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Kaiserschmarren am 06. Juni 2026, 07:09:06
Zitat von: 264 am 05. Mai 2026, 20:13:17Sind die WL-eCitaros eigentlich 100%-ige Elektrobusse oder sind sie mit der optionalen Dieselheizung ausgestattet?
Die haben keinen Diesel-Zusatzheizer ;)
https://www.electrive.net/2024/05/06/e-busse-auf-vier-weiteren-buslinien-in-wien/
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Kaiserschmarren am 06. Juni 2026, 07:38:16
Wäre es nicht einmal an der Zeit auch neue Subunternehmer-Aufträge mit Elektroantrieb vorzuschreiben?

Der Strompreis bleibt ziemlich stabil.
Außerdem kann Österreich den meisten Strom durch erneuerbare Energien hierzulande herstellen, wodurch der Busbetrieb ein bisschen unabhängiger vom Ausland wird ;)
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Cracovian_E1 am 06. Juni 2026, 08:59:53
Meiner Meinung sollten die Subunternehmen schon langsam Anfangen etweder die baldigen Euro 7 Normfahrzeuge, sowie E-Busse für eher Ebenerdige Strecken, und Wasserstoffbusse für Hügelige/Gebrigige Strecken zu Testen.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: bus am 06. Juni 2026, 09:19:39
Zitat von: Kaiserschmarren am 06. Juni 2026, 07:38:16Wäre es nicht einmal an der Zeit auch neue Subunternehmer-Aufträge mit Elektroantrieb vorzuschreiben?

Der Strompreis bleibt ziemlich stabil.
Außerdem kann Österreich den meisten Strom durch erneuerbare Energien hierzulande herstellen, wodurch der Busbetrieb ein bisschen unabhängiger vom Ausland wird ;)


Stabil? Dieser soll demnächst um 30 % wieder steigen. Wien Energie will schließlich ordentlich verdienen. Ohne PV Anlage kann man als Privater gleich Konkurs anmelden. Die Strompreise sind viel zu dynamisch für eine ernsthafte Kalkulation. Ein E-Bus kostet das doppelte eines Diesels. Wer bezahlt das?
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Kaiserschmarren am 06. Juni 2026, 10:15:27
Zitat von: bus am 06. Juni 2026, 09:19:39Stabil? Dieser soll demnächst um 30 % wieder steigen. Wien Energie will schließlich ordentlich verdienen. Ohne PV Anlage kann man als Privater gleich Konkurs anmelden.
Natürlich sollte man dazu ein Diagramm anfertigen, ab wann es sich lohnt auf Elektroantrieb umzusteigen.
Ich kenne keine Kosten von einem Linienbus, aber falls jemand echte Werte zu den Anschaffungskosten von einem Elektrobus und Verbrenner hat, kann ich gerne ein Diagramm anfertigen ;) - Die Verbrauchswerte findet man im Internet bestimmt.

Ich würde es mir echt gerne anschauen, ab welcher Kilometerleistung oder wie vielen Jahren auf einem Linienbundel es sich rentiert!
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: Kaiserschmarren am 06. Juni 2026, 11:10:25
Es war gar nicht so schwer die Tabelle aufzustellen - Solange man die Wartungskosten und nötige Infrastrukturupgrades nicht berrücksichtigt. Das sind einmalige Investitionen, die sowieso getätigt werden müssen. Eine Tankstelle erscheint schließlich auch nicht durch Magie in einem Busparkplatz ;)

Die grünen Werte kann man gerne austauschen für was man richtig hält, den Rest braucht man aber nicht anfassen! Ich habe mal für die Kaufpreise von einem Autobus Schätzwerte eingesetzt, da ich davon keine Ahnung habe.

Link zur Tabelle für die Programme Libreoffice Calc oder Excel: https://www.mediafire.com/file/y506rrs907ey72x/Elektrobus-vs-Dieselbus-v6.ods/file (nicht aber auf die Werbung klicken!)

Bitte entschuldigt die komische Formattierung des Diagramms unten, aber man kann runterscrollen und in der Liste selbst den Wert sowieso viel besser ablesen, wo die letzte Zahl im Plus ist ;)
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: 97A am 06. Juni 2026, 11:12:02
Genaue Preise als außenstehender zu bekommen ist natürlich schwierig, aber einen Blick auf z.B. Mobile werfen hilft durchaus.
Aktuell sind dort zwei Lion's City 12C mit EZ 02/2026 gelistet, jeweils <10.000km, beide im Preisbereich um die 300.000€.
Ein C2G (vermutlich Haldenwagen) ist gelistet für um die 450.000€, noch ohne Zulassung.
Ein SOR NS18 (DB SEV) für 360.000€, mit Erstzulassung Mai 2026.
Ein ehemaliger Vorführer(?) eCitaro Bj. 2025 mit 38.000km steht aktuell in Wr. Neudorf für 475.000€ zum Verkauf.

Im Vergleich dazu (wenngleich ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen):
Ein fabriksfrischer ZhongTong N18 ist gelistet für 600.000€. Den Vergleich zwischen europäischen und chinesischen Fabrikaten zu ziehen ist aber eher fraglich, weil die Chinesen den Sektor extrem stark staatlich fördern, auch für Exporte.
Ein BYD-12m-Elektrobus wird als Neufahrzeug (vermutlich Haldenwagen) für 250.000€ angeboten.


Dazu muss natürlich auch die Infrastruktur eingerechnet werden. Ladestationen gibt es bekanntermaßen nicht an jedem zweiten Eck und Werkstätten müssen für den E-Bus-Betrieb auch adaptiert werden.
Titel: Antw:[PM] Sprit-Schock trifft auch Öffis
Beitrag von: bus am 06. Juni 2026, 17:19:52
Bustest ebusse (https://m.youtube.com/watch?v=42Gywa50_NM&fbclid=IwVERDUASRGbpleHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZAwzNTA2ODU1MzE3MjgAAR5McOCC426zPbHymj_zwB08ek7vnf0Afdy-yYLlr8DtUqoG4PRNqC1Dv8PfLw_aem_i4WuWIbTzoqpgzRkV_iZog)